Hauptseminar „Probleme der Morphologie“

January 15, 2018 | Author: Anonymous | Category: Kunst & Geisteswissenschaften, Schreiben, Grammatik
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Dr. Wolfgang Schindler. HS Probleme der Morphologie. Sommer 2015. Seite 1

Hauptseminar „Probleme der Morphologie“ Kontakt PD Dr. Wolfgang Schindler Institut für Deutsche Philologie, Schellingstr. 3 RG, 80799 München E-Mail: Wolfgang.Schindler[ätt]germanistik.uni-muenchen.de Tel.: (089) 2180-3380 Webseite: http://wolfgang-schindler.userweb.mwn.de/ Webseite unseres Hauptseminars: http://wolfgang-schindler.userweb.mwn.de/hs-prob-morph-15.htm Sie finden dort unseren Terminplan (Zeitplan, wann welche AG referieren soll, vgl. unten 6.3).

1. Was sind Beweggründe für ein Hauptseminar „Probleme der Morphologie“? Erstens … "Morphology is the conceptual centre of linguistics. This is not because it is the dominant subdiscipline, but because morphology is the study of word structure, and words are at the interface between phonology, syntax, and semantics. Words have phonological properties, they articulate together to form phrases and sentences, their form often reflects their syntactic function, and their parts are often composed of meaningful smaller pieces. [...] For this reason, morphology is something all linguists have to know about." [Spencer, A. & Zwicky, A. (eds.) 1998: The Handbook of Morphology, Blackwell. S. 1]

... weil die Morphologie eine zentrale linguistische Disziplin ist, so dass deren Probleme eine besondere Aufmerksamkeit genießen sollten und wichtige Einsichten darein gestattet, wie Sprache funktioniert! Zweitens ... “[...] morphology is fun. On the one hand, because it is concentrated essentially on the study of the wordform in isolation, morphology is, in a sense, limited and therefore offers good chances for a relative exhaustiveness of description; on most occasions, it allows for a complete calculus of logical possibilities. It is the domain for the lover of the finished, the perfect, the detailed, the whole. In syntax and, even more so, in semantics you have to be satisfied with the unfinished, the sketchy, the schematic, the partial. At the same time, however, morphology presents many exotic and bizarre’ phenomena, and in such quantity that its study does not frustrate the passionate admirer of the rarity and the paradoxical.” [Igor Mel’cuk 2006: 564]

... ein bisschen Spaß muss sein! 2. Voraussetzungen für die Anmeldung und den Seminarschein 2.1 Anmeldung: Sie melden sich an/haben sich angemeldet über das LSF-System. Bitte vergessen Sie nicht, mir bald nach der LSF-Anmeldung mitzuteilen, an welchem AG-Thema (weiter unten, Termine auf unserer Webseite) Sie mitarbeiten! Geben Sie am besten zwei Themen mit Priorisierung an (z. B. 1. Konfixe, 2. Optimalitätstheorie).

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2.2 Seminarschein: Referat und schriftliche Hausarbeit. Für den Umfang der schriftlichen HSHausarbeit gelten die Angaben (Zeichenzahl) für die modularisierten Studiengänge im LSF. Modularisiert Studierende (inzwischen vermutlich alle) möchten die HS-Arbeit bitte termingerecht (s. offizielle Regelungen und Termine auf meiner HS-Webseite) abgeben! Zur äußeren Form der Hauptseminararbeit siehe http://wolfgang-schindler.userweb.mwn.de/infos.html, dort Punkt I.3. Arbeiten mit gravierenden formalen Mängeln gelten als „nicht bestanden“! Formale Mängel sind leicht zu vermeiden, wenn man die im Link angebotenen (oder sonstige angemessene) Stilblätter für linguistische Hausarbeiten beachtet. Sie sollen zeigen, dass sie wissenschaftlich beschreiben und argumentieren können. Erste Ansätze zu eigener Stellungnahme, zu kritischem Vergleichen und Erörtern von Positionen werden erwartet! Günstig ist es auch, sich mit einem Detailproblem zu befassen, über das noch nicht „alles“ geschrieben wurde. Erwartet wird, dass Sie auch Spezialliteratur zu Ihrem Thema verarbeiten, nicht nur die entsprechenden Teile aus Einführungen etc. Die reine Wiedergabe von Fachliteratur reicht für eine überdurchschnittliche Note nicht aus. Nicht für den Seminarleiter schreiben (nicht zuviel als selbstverständlich behandeln), sondern für einen interessierten Laien mit linguistischer Grundausbildung! Zeigen Sie vor allem, was Sie und warum Sie etwas Bestimmtes tun. Anschauliche, gute Sprachbeispiele sind wichtig!

3. Wie das HS ablaufen sollte:  Alle Teilnehmer/inn/en halten ein Referat (wie lange, machen wir von der aktuellen Teilnehmerzahl abhängig, peilen Sie vorerst ca. 20-25 min. an). Versuchen Sie, zum Thema einige „knackige“ Problempunkte/Erkenntnisgewinn versprechende Punkte herauszuheben. Arbeiten Sie die wesentlichen Punkte, Neuerungen etc. heraus! Wenn eine Fachliteratur sehr ins Detail geht, bitte, wo nötig, straffen! Sie brauchen nicht alle möglichen Punkte zu berühren. Eine Diskussion sollte unbedingt stattfinden! Ich erwarte, dass Sie auf Zwischenfragen flexibel reagieren. Ich erwarte keinesfalls, dass Sie „alles“ wissen, denn ich weiß auch nicht alles. Ich wünsche mir eine unangestrengte, neugierbefeuerte und fachwissenschaftliche Arbeitsatmosphäre und darauf freue ich mich.  Ich behalte mir vor, mich während Ihres Referats mit lenkenden Fragen etc. einzublenden bzw. mit Hinweisen auf die Zeit zu „nerven“, wenn mir Ihre Darstellung zu lang, zu detailreich, zu ausufernd erscheint. Vermeidung: Wir sprechen vorher ab (Sprechstunde oder per Mail, evtl. Handout eine Woche vorher zusenden), was Sie vorhaben. Denken Sie bitte daran, dass vor allem die Mitstudierenden Ihren Vortrag verstehen sollen!  Bitte lesen Sie Ihr Referat nicht vom Blatt ab! Gut wäre es, wenn Sie sich an einer Stichwortliste, am Begleitpaper oder einer Overhead-Vorlage orientieren und halbfrei bis frei vortragen. Das Vorlesen kürzerer Passagen ist in Ordnung. Achten Sie darauf, dass Sie ggf. immer wieder ein Signal geben, wo wir uns gerade befinden (z. B. Beispiel Nummer ...).  Bitte laut und deutlich sprechen! Denken Sie daran, dass überzeugende Präsentationen zu ihrem Berufsleben gehören werden. Tragen Sie nur Argumentationen, Erkenntnisse etc. vor, die Sie durchschauen. Markieren Sie Unklares deutlich, damit wir darüber diskutieren können!  Ich bitte um eine klare Darstellung, Übersichten, Hervorhebung der interessanten/kritischen Punkte und Konzentration auf das Wesentliche (das Sie bzw. uns interessiert) und „viele“ anschauliche Sprachbeispiele. Interessieren Sie vor allem Ihre Mit-Student/inn/en für Ihr Thema!  Falls Sie ein Handout verteilen, wäre es schön, wenn wir dies vorab schon einmal ansehen könnten. Ich schlage daher vor, es bereits in der Woche vor Referattermin auszuteilen (Sitzungsanfang). Handouts

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sollten nicht mehr als zwei Blätter (man kann ja verkleinern bzw. zwei Seiten auf ein Blatt kopieren) umfassen. Neben obligatorischen Kopf (LMU München … Veranstaltung etc.) und einer klaren Gliederung ist die verarbeitete Literatur am Ende alphabetisch anzuführen. – Alternativ kann man eine Verteilung über E-Mail ins Auge fassen. Sie können aber auch Overhead-Folien einsetzen oder kombinieren. Ich werde einen Seminarraum mit Beamer anfordern, also wird (so die Verwaltung mitmacht) auch „Beamen“ möglich sein.

4. Ablauf und Themenliste (für die Referate) 4.1 Generelles Das HS greift Problembereiche und -fälle der deutschen Morphologie auf. Zentral sollten sein: eine knackig-prägnante Definition des Phänomens bzw. vergleichende Diskussion einiger (ausgesuchter) differierender Definitionen; die Darstellung des Phänomens an typischen Beispielen; eine prägnante Problembeschreibung; die Vorstellung von Lösungsmöglichkeiten bzw. der kritische Vergleich von Lösungsalternativen. Größere Problembereiche müssen nicht umfassend dargestellt werden (es sei denn, Ihnen läge sehr daran). Ich bevorzuge es, wenn Sie diejenigen Aspekte auswählen und behandeln, die Sie und Ihre Kommilitonen interessieren! Denken Sie auch daran, dass Sie in Ihrer HS-Arbeit eher (je nachdem) ein ausgewähltes Problem behandeln sollen, anstatt „das Ganze“ zu behandeln. 4.2 Literatur Im Hauptstudium sollte ein Student Literatur zu einem Thema (weitgehend) selbst recherchieren und dann auswählen. Ich biete daher zur ersten Orientierung nur eine kleinere Literaturauswahl an (v. a. unter den einzelnen Themen). Dazwischengestreute Fragen/Hinweise etc. dienen der Anregung! Nicht alles muss abgehandelt werden, Sie können sich konzentrieren und auch andere Gesichtspunkte einbringen. Sie können auch andere Literatur auswählen – nachfolgend finden sich lediglich Vorschläge!

Gesamtdarstellungen, Grundlegende Werke etc. - Aronoff, Mark & Kirsten Fudeman (2005): What is Morphology? Blackwell Publishing. - Booij, Geert (2005, 2007): The Grammar of Words. An Introduction to Morphology. Oxford University Press. - Booij, Geert; Christian Lehmann; Joachim Mugdan (eds.) (2000): Morphology. Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft 17/1. Berlin, New York: de Gruyter. - Booij et al. (eds.) [Booij, Geert; Lehmann, Christian; Mugdan, Joachim; Skopeteas, Stavros (eds.)] (2004): Morphology. Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft 17/2. Berlin, New York: de Gruyter. - Deutsche Wortbildung. Typen und Tendenzen in der Gegenwartssprache 1. Bd.: Kühnhold, I./Wellmann, H. (1973). Das Verb. Düsseldorf: Schwann. 2. Bd.: Wellmann, Hans (1975). Das Substantiv. Düsseldorf: Schwann. 3. Bd.: Kühnhold, I./Putzer, O./Wellmann, H. (1978). Das Adjektiv. Düsseldorf. - Kühnhold, I./Prell, H.-P. (1984). Morphem- u. Sachregister zu Bd. I-III. Düsseldorf.

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4. Bd.: Ortner, L. u. a. (1991) Substantivkomposita (Komposita und kompositionsähnliche Strukturen). Berlin; New York. 5. Bd.: Pümpel-Mader, M. u.a. (1992). Adjektivkomposita und Partizipialbildungen. Berlin; New York.

- Duden (2009): Die Grammatik. 8. Auflage. Mannheim; Wien; Zürich [= Duden Band 4]. Darin: Flexion S. 145 ff. Wortbildung S. 634 ff. - Eisenberg, Peter (22004; 1998): Grundriss der deutschen Grammatik. Bd. 1: Das Wort. Stuttgart, Weimar [Kap. 4.5 Wortakzent, Kap. 6 u. 7 Wortbildung I & II] - Elsen, Hilke (2014): Grundzüge der Morphologie des Deutschen. 2. Aufl. Berlin; Boston - Fleischer, W./ Barz, I. (2012). Wortbildung der deutschen Gegenwartssprache. 4. neu bearb. Aufl. Berlin; New York: de Gruyter. - Haspelmath, Martin (2002): Understanding morphology. London: Arnold. - Henzen, W. (1965). Deutsche Wortbildung. 3. Aufl. Tübingen. [historisch orientiert] - Mel’čuk, Igor (1993-2000): Cours de morphologie générale, vol. 1-5 , Montréal: Les Presses de l’Université de Montréal/Paris: CNRS Éditions. - Mel’čuk, Igor (2006): Aspects of the Theory of Morphology. Berlin - New York: de Gruyter. - Motsch, Wolfgang (1999; 22004). Deutsche Wortbildung in Grundzügen. Berlin; New York. - Simmler, F. (1998). Morphologie des Deutschen: Flexions- und Wortbildungsmorphologie. Berlin. - Spencer, Andrew/ Zwicky, Arnold M. (eds.) (1998; 2001) The Handbook of Morphology. Blackwell Publishers. - Spencer, A./ Zwicky, A. M. (eds.) (2004). The Handbook of Morphology. Repr. Oxford [u.a.].

4.3 Themen/Referate 1 Formelemente und Kategorien 1.1 Was ist ein Morphem? Übersicht über unterschiedliche Definitionen. Lexem – Monem – Morphem – Plerem? Problemfälle: unikale „Morpheme“, Fugen als „Morpheme“; Samstag und Sonnabend als „Allomorphe“ des Morphems {Tag zwischen Freitag und Sonntag}? Grammatisches und lexikalisches Morphem: Wie unterscheidet man diese? Freie und gebundene Morpheme: Wie unterscheidet man diese? Schöntag, Roger/Petersilka, Corina (2015): Kritische Überlegungen zum Begriff des Morphs und seiner Funktion im Beziehungsgeflecht Morph - Morphem - Wort. In PhiN (Philologie im Netz) 71/2015, 62-92. Online: http://web.fu-berlin.de/phin/phin71/p71i.htm Mugdan, Joachim: "Was ist eigentlich ein Morphem?", Zeitschrift für Phonetik, Sprachwissenschaft und Kommunikationsforschung 39 (1986), 29-43. - Mel’čuk, Igor (1993-2000): Cours de morphologie générale, vol. 1-5 , Montréal: Les Presses de l’Université de Montréal/Paris: CNRS Éditions. - Mel’čuk, Igor (2006): Aspects of the Theory of Morphology. Berlin - New York: de Gruyter. 615 pp.

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1.2 Benötigt man Affixoide? 1.2.1 Wie wird AFFIXOID definiert? Wie wird „Affixoidbildung“ bezogen auf bzw. abgrenzt von Komposition, Derivation? Ist ein eigener WB-Typ STEIGERUNGSBILDUNG (Riesenproblem, Mammutprogramm) notwendig? Ist die Kategorie Affixoid nötig, umstritten oder gar entbehrlich? Welche entgegengesetzten Positionen werden derzeit vertreten? Zum Beispiel: - Decroos, N./Leuschner, T. (2008): Wortbildung zwischen System und Norm. Affixoide im Deutschen und Niederländischen. In: Sprachwissenschaft 33.1, 1-34 - Duden (2009): Die Grammatik. 8. Aufl. Mannheim u. a. - Elsen, Hilke (2014): Grundzüge der Morphologie des Deutschen. 2. Aufl. Berlin; Boston, dort: 6770, 74-78, 145-147 - Elsen, Hilke (online): http://www.dsdigital.de/aid/ds_20090403/inhalt.html - Fandrych, Christian (2011): Wie geht es eigentlich den „Halbsuffixen“? In: Deutsche Sprache 39.2, 137-153 - Fleischer, W./Barz, I. (2012): Wortbildung der deutschen Gegenwartssprache. 4. Aufl., Kap. 1.6.2 Affixe - Motsch, Wolfgang (1999; 22004). Deutsche Wortbildung in Grundzügen. Berlin; New York (!)- Stevens, Christopher M. (2005): Revisiting the Affixoid Debate. On the Grammaticalization of the Word. In: Leuschner, Torsten/Mortelmans, Tanja/De Groodt, Sarah (Hg.): Grammatikalisierung im Deutschen. Berlin: De Gruyter. S. 72-83. (!)- Szatmari, Petra (online): Affixoide - Pro und Kontra. http://jug.hu/pdf/2011-9.pdf (Druckfassung im Jahrbuch der ungarischen Germanistik) Gibt es evtl. Subkategorien der einschlägigen Phänomene, vgl. Riesenappetit, Riesenproblem, aalglatt, schweineglatt, Blattwerk, Nähzeug, Kritikerpapst, Laberkaiser, nikotinarm, bügelarm, vitaminreich, kleidungsmäßig etc.? - Sind „Präfixoide“ und „Suffixoide“ gleich zu behandeln oder nicht? Brauchbarkeit dieser Kategorie synchron bzw. diachron? 1.2.2 Einzelreferat: http://www.bgdv.be/Dokumente/GM-Texte/gm62_ascoop.pdf (Einzelreferat, sehr interessant!). S. auch in: Kristin Ascoop & Torsten Leuschner: "Affixoidhungrig? Skitbra!" Comparing affixoids in German and Swedish. In: Sprachtypologie und Universalienforschung 59 (2006) 3, 241–252. 1.3 Was ist ein Konfix? Definition(en) von Konfix. Demonstration an Beispielen. Wie kann man Präkonfixe/Postkonfixe von Fremdpräfixen/Fremdsuffixen unterscheiden? Warum soll Apostrophomat ein Konfixkompositum (oder ist es eine Kontaminationsbildung?) und Apostrophitis keines sein? Gibt es heimische Konfixe (schwieger-, zimper-, lotter-)? - Donalies, Elke (2005): Das Konfix. Zur Definition einer zentralen Einheit der deutschen Wortbildung. In: Die Sprache 28, 2000, 144-159. Auch in: Peter O. Müller (Hrsg.): Fremdwortbildung. Theorie und Praxis in Geschichte und Gegenwart. Peter Lang, Frankfurt u. a. 2005. S. 179-198.

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- Eisenberg, Peter (2011): Das Fremdwort im Deutschen. Berlin; New York. [Kap. 6!] - Elsen, Hilke (online): http://www.dsdigital.de/aid/ds_20050204/inhalt.html , - Fleischer, W./Barz, I. (2012): Wortbildung der deutschen Gegenwartssprache. 4. Aufl., Kap. 1.9.2.2.4 Einheiten zwischen Konfix und Affix - Michel, Sascha (2006): Vom 'Terminator' zum 'TORminator'. Die Wortbildungseinheit '-minator': Strukturelle und sozio-pragmatische Analysen. In: Muttersprache 116, 2006, 289-307. Meine Nachfrage wäre: Sind Torminator, Tourminator oder Sparminator (ehem. Finanzminister H. Eichel) Konfixkomposita oder Einkreuzungskontaminate? Gibt es einen klaren Fall von -minatorKomposition? - Michel, Sascha (2009): Das Konfix zwischen Langue und Parole. Ansätze zu einer sprachgebrauchsbezogenen Definition und Typologie. In: Müller, Peter O. (Hg.) (2009): Studien zur Fremdwortbildung. Hildesheim et al.: Olms, S. 91-140. - Schu, Josef (online): http://www.dsdigital.de/aid/ds_20050305/inhalt.html 1.4 Fugen(elemente): Definition? Herkunft? Was haben Fugen mit Themavokalen, mit Pluralsuffixen bzw. mit vorangestellten Genitiven zu tun? Welche Fugen sind (noch) produktiv? Haben Fugenzeichen eine oder verschiedene (phonologische, morphologische, semantische) Funktionen? Wann kann man sie vorhersagen, wann nicht? Verhältnis Fugenelement – Interfix?  Eine empirische Herangehensweise sehen Sie hier im Projekt „Maschinelles Lernen zur Vorhersage von Fugenelementen in nominalen Komposita“ des IDS Mannheim: http://hypermedia.ids-mannheim.de/call/public/korpus.ansicht?v_id=4697 Diese Studie ist interessant, weil auf der Basis von 407.865 Komposita für 75 % der Fälle „linguistisch sinnvolle Regeln“ angegeben werden können und des Weiteren für 95 % der Fälle Vorhersagen möglich sind. Offenbar sind Fugen für konsonantisch auslautende Erstglieder leichter vorherzusagen als für vokalisch auslautende.  Nübling, Damaris/Szczepaniak, Renata (2013): Linking elements in German. Origin, Change, Functionalization. In: Morphology 23, 67-89. Wegener, Heide (2005a): Das Hühnerei vor der Hundehütte: von der Notwendigkeit historischen Wissens in der Grammatikographie des Deutschen. In: Ein gross und narhafft haffen. Festschrift für Joachim Gessinger, hg. v. Elisabeth Berner; Manuel Böhm; Anja Voeste. Potsdam. – Online hier: http://opus.kobv.de/ubp/volltexte/2006/998/pdf/wegener.pdf - Wegener, Heide (2005b) Grammatikalisierung und De-/Regrammatikalisierung der deutschen Pluralmarker. In: Leuschner, Torsten & Mortelmans, Tanja & De Groodt, Sarah (Hgg.) (2005) Grammtikalisierung im Deutschen. Berlin u. New York: de Gruyter, 85-103 - Fuhrhop, Nanna (1998): Grenzfälle morphologischer Einheiten. Tübingen. 2 Lexikalische Morphologie: Bildungsweisen

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2.1 Analogie in der Morphologie (Bigamie : Monogamie = Bikini : Monokini?) Wie setzt eine analogische Wortbildungstheorie an? Bei welchen (schwierigen) Bildungen könnte dieser Ansatz (besonders) hilfreich sein? Schließen Regel- und Analogietheorie einander aus, ergänzen sie sich, oder ...? - Becker, Thomas (1990). Analogie und morphologische Theorie. München: W. Fink. - Becker, Thomas (1993a): Morphologische Ersetzungsbildungen im Deutschen. In: Zeitschrift für Sprachwissenschaft 12:2, 185-217. - Becker, Thomas (1993b): Back-formation, cross-formation, and "bracketing paradoxes" in paradigmatic morphology. In: Yearbook of Morphology 1993, 1-25.

2.2 Was ist eine implizite Derivation/innere Ableitung? „Dann aber buhte, pfiff und pfuite es heftig in den Applaus hinein, [...]“ „Die Fliegen ssssten“

Was ist Konversion (Vergleich einiger ungleicher Definitionen)? Und (wie) muss man sie untergliedern (syntaktische K. etc.)? Verhältnis Konversion – implizite Derivation? Gibt es Phrasenkonversion (ggf. anstelle Zusammenrückung)? Wann und wie kann man die Konversionsrichtung gut bestimmen, wann nicht? - Olsen, S. (1990). Konversion als kombinatorischer Wortbildungsprozeß. In: Linguistische Berichte, (127), 185 –216. - Wiese, Richard (2002) A model of conversion in German. In: Ingrid Kaufmann & Barbara Stiebels (Hrsg.): More than Words: A Festschrift for Dieter Wunderlich. Berlin: Akademie Verlag, 47-67. Tipp: Magisterarbeit von Fabian Schäfer (2011, falls einsehbar, in Institutsbibliothek fragen).

2.3 Gehören Partikelverben zur Syntax und/oder zur Morphologie oder zu beidem? Typen von Partikelverben? Abgrenzbarkeit der Klasse der Partikelverben von anderen Erscheinungen? Ist brustschwimmen (er schwimmt Brust/ weil er Brust schwimmt/brustschwimmt) wie wegschwimmen ein Partikelverb? Gehören Brust schwimmen/brustschwimmen und Rad fahren/*?radfahren und Wache stehen/*wachestehen zum gleichen Typ oder zu verschiedenen Typen? Lüdeling, A. (2001). On Particle Verbs and Similar Constructions in German. CSLI, Stanford. Lüdeling, A. and de Jong, N. (2001). German particle verbs and word formation. In: N. Dehé, R. Jackendoff, A. McIntyre, and S. Urban, editors, Explorations in Verb-Particle Constructions. De Gruyter, Berlin. http://hpsg.fu-berlin.de/~stefan/PS/cxg.pdf

Auch: - Öhl, Peter; Falk, Simone: Syntactic competence and performance-based variation: the case of German particle verbs. Michael Putnam (ed.), Leuvense Bijdragen, Special issue: Syntax and Semantics of Particle Verbs - Falk, Simone; Öhl, Peter (2010): Syntactic Characteristics of Particle Verbs: Empirical Evidence for Complex Predicate Processing in German. In: Proceedings of the Interdisciplinary Workshop on Verbs 2010, Pisa, 34.11.2010.

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2.4 eis laufen/eiszulaufen/Ich laufe eis, brustschwimmen/brustzuschwimmen/ich schwimme Brust/*ich brustschwimme, schutzimpfen/?schutzzuimpfen/?zu schutzimpfen/ich schutzimpfe/*impfe schutz, bauchtanzen/?bauchzutanzen/*zu bauchtanzen/?ich bauchtanze/*ich tanze bauch/Bauch: Was sind verbale Pseudokomposita (VPK)? Welche Typen von VPK kann man unterscheiden? Gibt es Hinweise, warum man einerseits läuft eis/steht kopf nach Art der Partikelverben trennt, andererseits bauspart, schlafwandelt, maßregelt oder schutzimpft nicht auftrennt? Welche Analysen bieten sich ggf. an? - Eisenberg, P.: Grundriß der dt. Grammatik, Bd. 1 „Das Wort“ -  Forche, Christian R. (2015): Bilden Verben, die nicht in V2 stehen können, eine Klasse? Online: http://www.dsdigital.de.emedien.ub.uni-muenchen.de/.download/121185/ds_20150103.pdf -  Freywald, Ulrike/ Simon, Horst J.: Wenn die Wortbildung die Syntax stört: Über Verben, die nicht in V2 stehen können. In: Maurice Kauffer / René Métrich (Hg.): Verbale Wortbildung. Tübingen: Stauffenburg. - Jacobs, J. (2005): Spatien.

2.5 Gibt es (halbwegs produktive) Reduplikation im Deutschen? Ggf. Subtypen der Reduplikation? Vergleich mit eindeutigen Reduplikationen in anderen Sprachen. Interessante und aktuelle Beiträge stammen von Gerrit Kentner: http://user.uni-frankfurt.de/~kentner/ http://www.home.uni-osnabrueck.de/tmeisenb/Kentner_PundP7.pdf http://www.home.uni-osnabrueck.de/tmeisenb/Kentner.pdf Eventuell noch: - Booij et al. (eds.) (2000) [s. oben] - Schindler, Wolfgang (1991): Reduplizierende Wortbildung im Deutschen. In: Zeitschrift für Phonetik, Sprachwissenschaft und Kommunikationsforschung. 44, S. 597–613. Ich höre aber auch gerne etwas Neueres als meinen alten Kram.

- Wiese, Richard (1990): Über die Interaktion von Morphologie und Phonologie – Reduplikation im Deutschen. In: Zeitschrift für Phonetik, Sprachwissenschaft und Kommunikationsforschung. 43, S. 603–624. 2.6 Ungewöhnliche Wortbildungen des Deutschen (unkaputtbar, allermeistestverkaufteste). Sammeln Sie ein paar Bildungen (das ist dann auch gleich das Problem: Woher nehmen?1), die sich nicht unmittelbar einer „traditionellen“ Analyse anschließen lassen, sei es, weil sie sperrig sind; sei es, weil zwei oder drei Lösungswege möglich scheinen. Manche Bildungen können regulär, aber sperrig sein oder auch gewisse Irregularitäten aufweisen, sollten aber (wie allermeistestverkaufteste, das DER ZEIT entstammt) in einem „seriösen“ Kontext vorkommen. – Mutige können auch über wort-/sprachspielende Bildungen (z.B. aus der modernen Literatur) arbeiten. Kindersprachliche Daten sind ggf. auch interessant (Müllwagenhintendraufsteher, meine 1

Neubildungen, unter denen ab und zu mal eine ungewöhnliche Bildung sein kann (meist sind Neubildungen bildungstechnisch kaum interessant, nur eben vom Formenbestand her neu arrangiert), könnten sich unter anderem finden unter: http://www.wortwarte.de/. Auch die Feuilletons (DIE ZEIT, FAZ, …) könnte man mal ansehen. Oder auch Gedichttexte. Oder kreative Kinder beim Spracherwerb und -„experiment“ belauschen.

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Mutter ist ein guter Kocher). Erläutern Sie mögliche Lösungswege und beschreiben Sie die Problemstellen. Wie packt man schwierige, kreative Bildungen an und was lehren sie uns über morphologische Prozesse? - Booij et al. (eds.) (2000), Beitrag 93 creative processes 2.7 Wortkreuzung (Kontamination, Kofferwort) Sind Kontaminate Wortbildungsprodukte oder Sprachspielprodukte oder beides? Wie ordnen Sie den Typ U-Bahn-Steig, Ehrgeizhals ein? Wie Tomoffel, Demokratur oder Gitarrero? Etc. - Friedrich, Cornelia (2008): Kontamination – Zur Form und Funktion eines Wortbildungstyps im Deutschen. Inaugural-Dissertation in der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg http://www.opus.ub.uni-erlangen.de/opus/volltexte/2008/1174/pdf/CorneliaFriedrichDissertation.pdf

Spezielleres: - Cannon, Garland (2000): Blending. In: Morphology: An International Handbook on Inflection and Word-Formation, Vol. 1, hg. v. Geert E. Booij, Christian Lehmann & Joachim Mugdan. Berlin/New York, 952–956 - Scherer, Carmen (2013): Schreibung als Fenster zur Wortstruktur? Strukturmarkierende Schreibungen bei Kontaminationen? In: Neef, Martin/Scherer, Carmen (Hgg.): Die Schnittstelle von Morphologie und geschriebener Sprache. Berlin/New York, 157-187. 2.8 Zusammenrückung: Diese wurde früher nicht selten der Morphologie zugerechnet, z. T. als Subtyp der Komposition angesehen. Gegenwärtig rechnet man sie mehrheitlich dem Sprachwandel zu! Beschreibung von Zusammenrückungsprozessen. Was ist Zusammenrückung, was Univerbierung? Sind das morphologische Mittel, sind es Wortbildungstypen oder was ist das? Was liegt vor bei: anhand, mithilfe, Saure-Gurken-Zeit, Müllwagenhintendraufsteher (oder Warmduscher), Dreikäsehoch, Stelldichein? - Baché, Nathanael (2012): Der Weg von syntaktischer Fügung zum Wort. Frankfurt/M. (Zugleich: Diss. Univ. Heidelberg, 2011) - Booij et al. (eds.) (2000)? - Diewald, G. (1997): Grammatikalisierung. Eine Einführung in Sein und Werden grammatischer Formen, Tübingen: Niemeyer. - Heinle, E.-M. (1993): Die Zusammenrückung. In: H. Wellmann, Synchrone und diachrone Aspekte der Wortbildung im Deutschen, 65-78 3. Flexion 3.1 Zur Analyse deutscher Verbflexionsparadigmen. Zum Indikativ I (Präs.) und II (Prät.) sowie zum Konjunktiv I und II: - Lohnstein, Horst / Bredel, Ursula (2001): Zur Ableitung von Tempus und Modus in der deutschen Verbflexion. Zeitschrift für Sprachwissenschaft, 20.2, 218-250. 3.2  6.1 OT zur deutschen Pluralflexion!

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4. Phonologie in der Morphologie 4.1 Akzent in morphologischen Strukturen: Derivations- und Kompositionsakzent. Links- und rechtsverzweigende Komposita? Den Akzent (nicht) beeinflussende) Affixe? Kann man metrische Strukturen „errechnen”? (Dazu habe ich ein kurzes „Amateurpaper“, das ich auf Wunsch zusende. Es ist jedoch ohne Ramers 1998 unverständlich.) Beispielanalyse(n)! - Ramers, Karl-Heinz (1998): Einführung in die Phonologie. München, Kap. 5.3 Metrische Gitter, dort auch die Hinweise auf ⇨ Féry (1986), ⇨ Uhmann (1991). - Wiese, Richard (2000): The phonology of German. Oxford: Oxford University Press, 2000. [This paperback is a reprint of a work originally published in 1996.] 4.2 In welchen Bereichen der Morphologie sind phonologische „Wortdesignbedingungen“ wirksam? In der Flexion wird beispielsweise vom Anstreben des „finalen Trochäus“, etwa beim Plural, gesprochen. Auch beim verbalen Infinitiv, vgl. sä.ge+(e)n, se.gel+n/*se.ge.l+en, sen.d+en? Zum Wortdesign z. B. Neef, Martin (1996): Wortdesign. Eine deklarative Analyse der deutschen Verbflexion. Tübingen: Stauffenburg 5. Orthographie und Morphologie 5.1 Lassen sich morphologische und syntaktische Bildungen voneinander abgrenzen? Gibt es (k)eine Übergangszone? Gibt es nur eine Konstruktionskomponente oder gibt es zwei? Haspelmath (2011) tendiert aus sprachtypologischer Sicht (sehr interessant!) zu einer Komponente. Jacobs war Leiter eines Forschungsprojektes, das sich mit problematischen Gebilden (z. B. Partikelverben) des Deutschen befasst hat. Jacobs’ Arbeit enthält Kriterien/Tests, mit denen die Schwierigkeit, Wort und Syntagma auseinanderzuhalten, veranschaulicht wird. Kritik am „Stufensystem“ und mögliche Lösungsansätze? - Haspelmath, M. (2011): The indeterminacy of word segmentation and the nature of morphology and syntax. Folia Linguistica 45,1: 31-80 [preprint] - Jacobs, Joachim (2011): Grammatik ohne Wörter? In: Engelberg, St. et al. (Hgg.): Sprachliches Wissen zwischen Lexikon und Grammatik. De Gruyter, S. 345 ff. 5.2 Inwiefern ist die Morphologie eines Wortes für die Setzung wortinterner Divise wichtig? Welche Bedingungen liegen den Muss- und den Kann-Divisen zugrunde?  Buchmann, Franziska (2015): Die Wortzeichen im Deutschen. Heidelberg (v. a. 1.4, 4) Bredel, Ursula (2008): Die Interpunktion des Deutschen. Tübingen (Eventuell finden Sie auch in meinem Vorlesungsmanuskript zum deutschen Schriftsystem Hinweise.)

6. Theorie 6.1 Optimalitätstheorie (OT) – zum Beispiel: - Wunderlich, Dieter: German noun plural reconsidered (1999, unvollendetes Paper). Online verfügbar: http://user.phil-fak.uni-duesseldorf.de/~wdl/Nplural.pdf

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- Wegener, Heide: Die Pluralbildung im Deutschen - ein Versuch im Rahmen der Optimalitätstheorie. http://www.linguistik-online.com/3_99/wegener.pdf (Linguistik online 4, 3/99) Zudem evtl. http://www.uni-leipzig.de/~opitz/seminar08/lec9.pdf Eine lesenswerte (verständliche!) Arbeit, die das Funktionieren der OT vorführt, ist: Müller, Gereon (2002): Verletzbare Regeln in Straßenverkehr und Syntax. In: Sprachreport 3/2002. S. 11-18 - Mannheim: 2002. (Sprachreport 3/2002). Online: http://www.uni-leipzig.de/~muellerg/mu4.pdf

6.2 Kognitive Linguistik: exemplar-based network approach Literatur: Weidhaas, Thomas and Hans-Jörg Schmid (2015), "Diminutive verbs in German: Semantic analysis and theoretical implications". Morphology. (pdf) DOI 10.1007/s11525-015-9258-z Was haben tänzeln, fiedeln und nörgeln gemeinsam? Das Konzept „attenuation“ und die Semantik (‚iterative‘, ‚low intensity‘). (Die Semantik bitte nicht zu detailliert.) Welchen Status hat die Segmentfolge -el? Suffix? Phonästhem? Oder …? Wie gehen regel-, schema- bzw. exemplarbasierte Ansätze hiermit um? Was bedeutet das Arbeitsergebnis für die „traditionelle“ Morphologie? 7. Klitisierung Was ist Klitisierung (Pro-, Enklise) und was hat das ggf. mit Morphologie (nicht) zu tun? Phasen des Klitisierungsprozesses. Die Klitisierung in dem > im, in den > in’n etc. (Nübling). - Nübling, D. (2005): Von in die über in'n und ins bis im: Die Klitisierung von Präposition und Artikel als "Grammatikalisierungsbaustelle". In: Leuschner, Torsten/ Mortelmans, Tanja/De Groodt, Sarah (eds.): Grammatikalisierung im Deutschen. Berlin/New York: De Gruyter, 105-131; hier online: http://www.germanistik.uni-mainz.de/Dateien/Nuebling_2005e.PDF - Nübling, D. (1992): Klitika im Deutschen − Schriftsprache, Umgangssprache, alemannische Dialekte. SCRIPTORALIA BAND 42. Tübingen: Narr. 8. Der Umbau des morphologischen Systems im Frühneuhochdeutschen Welche Umstrukturierungsprozesse gab es zwischen Mittel- und Neuhochdeutsch? Z. B. Pluralsystem (vom endungslosen diu wort zu die Wörter), nominale Flexionsklassenwechsel (Genuswechsel) oder das Verbalsystem (Auflösung des Präteritum Plural bei st. V. wie wurfen > warfen)? - W. Besch u. a. (Hrsg.) (1998/2000/2002), Sprachgeschichte. HSK 2.1-2.3. Berlin/New York: de Gruyter - R.P. Ebert/O. Reichmann/H.-J. Solms/K.-P. Wegera (1993), Frühneuhochdeutsche Grammatik. Tübingen: Niemeyer

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